Jules Leleu - Leben und Werk

1883

 

Jules-Emile Leleu wird am 17. Juni in Boulogne-sur-Mer geboren.
Es ist auch das Geburtsjahr von Pierre Chareau und André Domin (Dominique).
Er besucht in den folgenden Jahren die Ecole des Beaux-Arts de Boulogne und danach die Ecole d’Art appliqués Saint-Gildas in Brüssel, wo er spezielle Mal- und Imitationstechniken lernte.

     

1909

 

Jules tritt in das elterliche Malergeschäft ein, das er gemeinsam mit Bruder Marcel betreibt.
Er führt den Unternehmenszweig Décoration ein und gründet Möbelwerkstätten.

     

1910

 

Die vier Geschwister Jules, Marcel, Gabrielle und Marguerite gründen Leleu Frères, ein Gewerbe für Malerei, Verglasung und Dekoration. Atelier und Firmensitz wird 28, rue des Pipots in Boulogne.

     

1912

 

Die Firma wird in Jules et Marcel Leleu umbenannt. Jules’ Frau Julienne, geborene Dufetel, arbeitet an seiner Seite, eine Erfahrung, die es ihr ermöglicht, das Unternehmen im 1. Weltkrieg alleine weiterzuführen.

     
1914  

Jules und Marcel werden zum Kriegsdienst eingezogen. Jules wird als Pilot der Luftwaffe während des Krieges zweimal verwundet. In der Gefangenschaft entwickelte er Ideen für zukünftige Projekte.

     
1918  

Die Brüder kehren aus dem Krieg zurück. Jules spezialisiert sich jetzt ganz auf den Möbelbau und zeichnet Möbelentwürfe. Der erste Entwurf ist für einen Freund aus der Gefangenschaft, Marcel Aubert.

     
1920  

Die Firma Leleu zieht um in die 31–33, Grande-Rue, wo es Ausstellungsräume für Möbel, Stoffe, Lampen, Teppiche und “Bibelots“ (kleine Dekorationsobjekte) gibt.

     
1921  

Jules arbeitet drei Tage die Woche in Paris, weil nur dort Handwerker zu finden sind, die hochwertige Möbel perfekt herstellen können. In der Strasse Faubourg St.-Antoine finden sich alle Gewerke, die man zur Herstellung eines Möbels benötigt, oft Tür an Tür. Leleu fertigt Pläne im Maßstab 1:1 an, nach denen gearbeitet wird.

     
1922  

Das erste Möbel, das im Auftragsbuch erwähnt wird, ist ein Guéridon mit der Modell-Nummer 12. Eine Nummer 13 gibt es nicht. Bei der Nummer 14 handelt es sich um eine Konsole aus einem Esszimmer, das auf dem Salon d’Automne ausgestellt wird. In diesem Esszimmer befinden sich auch die Modell-Nummern 20 (Stühle) und 21 (Tisch). Die Modell-Nr. 15 ist ein Diwan und die Nr. 16 der Sessel Lotus.
Im Auftragsbuch der Firma sind bis 1930 alle Handwerker aufgeführt, die an den jeweiligen Möbeln arbeiten.
Auf dem Salon des Artistes francais stellt Leleu ein Büro-Ensemble in Amboinawurzel aus.

     
1923  

Leleu stellt auf dem Salon des Artistes Décorateurs ein Schlafzimmer (Nr. 54 Bett, Nr. 55 Standspiegel und Hocker, Nr. 56 Kommode) in Walnußwurzel-, Rosenholz und Elfenbein aus. In der April-Mai Ausgabe der Einrichtungszeitschrift Mobilier et Décoration wird die Kommode abgebildet und in der Juni-Juli Ausgabe das Bett. Monsieur Chenard, ein Hersteller von Luxusautomobilen, kauft das Ensemble für seine Frau.
Der Staat kauft für das Musée du Luxembourg die Kommode Nr. 70 in Amboinawurzel, ausgestellt auf dem Salon d’Automne. Monsieur Zaldumbide, der Botschafter von Ecuador in Paris, kauft die gleichen Schlafzimmermöbel, wie auf dem Salon des Artistes Décorateurs ausgestellt, für 15000 FF.
Jules bewohnt jetzt ein Appartement im 18. Arrondissement.

     
1924  

Leleu läßt sich in Paris nieder und übernimmt in den nächsten Jahren, Stück für Stück, das gesamte Haus 65, avenue Franklin Roosevelt. Auf dem Salon des Artistes Décorateurs zeigt er ein Speisezimmer in Makassar-Ebenholz mit dem Tisch Nr. 78.

     
1925   Der Sessel Lotus kostet 1190 FF.
Ein Briefträger verdient zu dieser Zeit 800 FF im Monat, ein Grundschullehrer 1000 FF.
Auf der Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes ist Leleu an dem Gemeinschaftsstand “Eine französische Botschaft“ beteiligt. Im Empfangsraum der Botschaft zeigt er verschiedene Sitzmöbel in vergoldetem Holz, darunter den Sessel Nr. 215. Im Musikzimmer gibt es von ihm ein Piano in Walnußwurzel, einen Tisch (Nr. 220), Stühle, Sessel und eine Uhr. Im Kunst- und Sammlerzimmer präsentiert Leleu eine Kommode in Amboinawurzelholz und Elfenbein.
Das wichtigste Ensemble der Ausstellung befindet sich in der “Klasse 7 – Möbelensembles“ der Galerie Selmersheim: ein Tisch Nr. 219, eine Vitrine Nr. 584, ein langes Buffet Nr. 586 mit Elfenbein, Stühle und Sessel, alles in Makassar-Ebenholz. Zusätzlich zeigt Leleu in der “Klasse 8 – Einzelmöbel“ im Grand Palais ein Bett und einen Schrank in Amboinawurzelholz.
Gaston Rémon schreibt in Mobilier et Décoration: “Wir können ihn (Leleu) für einen der zuverlässigsten Künstler des schönen Möbels halten.“ Leleu richtet das Appartement des Prinzen Pierre von Monaco in der Rue du Conseiller-Collignon mit Möbeln aus Makassar-Ebenholz und Elfenbein ein.
     
1926  

Den Lesesaal auf dem Kreuzfahrtschiff Ile de France möbliert Leleu mit verschiedenen Sesseln und Tischen in Walnußholz. Auf dem Salon des Artistes Décorateurs zeigt er unter anderem eine Kommode in Walnußwurzelholz mit Marmorplatte und Elfenbeineinlagen.

     
1927  

Die Wohnung (Halle, Salon, Herrenschlafzimmer, Damenschlafzimmer) von Monsieur Winburn, einem Kosmetikfabrikanten, wird eines der prestigeträchtigsten Projekte von Leleu. Er liefert nicht nur einige der aufwendigsten und elegantesten Möbel seines Schaffens (siehe Sessel Seite 37), sondern er kann zum ersten Mal die komplette Innenarchitektur gestalten. Wie bei Ruhlmann oder Printz sind Leleus Inneneinrichtungen immer perfekt farblich abgestimmt. Ausgehend von dem Ton der Möbel harmonieren Stoffe, Teppiche, Vorhänge, Wandverkleidung und sonstige Dekorationen immer perfekt, mit einigen bewusst gesetzten Kontrasten. Besonders erwähnenswert ist das Schlafzimmer von Madame Winburn mit Möbeln in Makassar und rosafarbenem Galuchat (Rochenhaut), ausgestellt im Salon d’Automne 1928 und abgebildet in Art et Décoration, L’Art vivant und Mobilier et Décoration. Auf dem Salon des Artistes Décorateurs 1927 stellt er ein Wohnzimmer aus, darunter einen Schrank in Walnußwurzel (siehe Seite 71).

     
1928  

Leleu entwirft die Einrichtung einer Luxuskabine für das Kreuzfahrtschiff Atlantique, das drei Jahre später vom Stapel läuft. Auf dem Salon d’Automne zeigt er erstmals die Kommode No. 1012 (siehe Seite 29), die ein großer Erfolg und von vielen Kunden bestellt wird.

     
1929  

Für den Prinz Amédée de Broglie entwirft Leleu mehrere Möbel in Walnußwurzel, darunter ein Beistelltischchen (siehe Seite 31).
Ein Besprechungszimmer für die Compagnie des Lampes Mazda, mit dem Tisch Nr. 1178 und Stühlen Nr. 812. Auf dem Salon des Artistes Décorateurs stellt er ein Speisezimmer, entworfen für die Tochter von Edgar Brandt mit dem Esstisch Nr. 1219 aus. Einrichtung eines Appartements für den Comte de Rivaud in Muette. Leleu richtet das Haus der Comtesse de Marchena am Place des Etat Unis ein. Unter den Möbel findet man die Anrichte Nr. 1484 (siehe Seite 57) und einen Schreibtisch (siehe Seite 67).

     
1930  

Die Comtesse de Marchena beauftragt Leleu, auch ihr Landhaus in Saint Germain-en-Laye einzurichten, unter anderem mit einem Schreibtisch (siehe Seite 47) und mehreren Armlehnstühlen (siehe Seite 33). Leleu baut eine riesige Schwimmhalle für den Comte de Rivaud in Saint-Cloud. Das Becken ist 33 Meter lang, es gibt noch ein Kinderbassin und eine großzügige Bar. Die Wände sind in rosafarbenen Lack, die Beleuchtung stammt ebenfalls von Leleu.
Im Museum Galliera findet eine Ausstellung über Tischdekoration statt. Zu diesem Anlass schreibt Gaston Dérys in Mobilier et Décoration: Leleu ist einer unserer drei oder vier besten Möbelkünstler. (…) Proportionen, Material, Bequemlichkeit, alles ist zu loben.

     
1931  

In Mobilier et Décoration ist ein von Leleu entworfenes Ensemble für den Bruder des Kaisers von Japan, den Prinzen Takana-Tsu abgebildet. Gaston Derys schreibt dazu: “Das große Geheimnis, die große Tugend seiner Kunst ist, eine Liebeshochzeit zwischen dem Nützlichen und dem Angenehmen zu schliessen“. Baron Empain bestellt eine Coiffeuse mit Spiegeln. Auf dem Salon des Artistes Décorateurs zeigt Leleu eine Wohnzimmereinrichtung, darunter ein kleines Beistelltischchen (siehe Seite 31).

     
1932  

Auf dem Salon des Artistes Décorateurs stellt Leleu lediglich einen Sekretär in Palisander aus, ein Modell aus dem Vorjahr. Weitere Salons bestückt er in diesem Jahr nicht.
Leleu zeichnet einige Teppichentwürfe, die in seinen Interieurs verwendet werden.

     
1933  

Auf dem Stand des Salon des Artistes Décorateurs findet man den Couchtisch Nr. 2075 (siehe Seite 53) mit Glasplatte für Monsieur Renard, Schwager von Monsieur Winburn und Präfekt der Seine. Den gleichen Couchtisch fertigt er für Monsieur de Vizella in Makassar mit Platte in grünem Galuchat an. Viele der frühen Möbelentwürfe sind mit Details aus edlen Materialien verziert, z.B. mit Elfenbein, Galuchat, Schildpatt, Pergament oder Ostasienlack.

     
1934  

Die Zeitschrift Art et Industrie ruft in einem Wettbewerb dazu auf, ein 4 Zimmer-Appartement für 60000 FF zu möblieren. Leleu, Printz, Dominique, Jallot, Prou und Rollin stellen sich der Aufgabe und entwerfen für den gleichen Grundriß sehr unterschiedliche Ensembles (siehe Seite 20).
Leleu erhält in der Presse Lob von allen Seiten.
Raymond Cogniat schreibt in Art et Décoration: “Leleu ist ein wahrhaftiger Schöpfer, ein Erneuerer des modernen Möbels mit modernen und geschmeidigen Linien; er ist einer von denen, die verstanden haben, dass die Pracht nicht in der Übertreibung liegt und er erreicht höchste Eleganz allein durch das Material.“
Er liefert verschiedene Tische für den Verlag der Zeitung Paris Soir und verschiedene Möbel für Monsieur de Vergie, weitere Möbel für Monsieur de Vizella, ebenso für die Ministerien für Luftfahrt und der Marine. Entwürfe für ein erstes Zimmer für Madame Foulon, die nach und nach ihr ganzes, großes Appartement am Boulevard Raspail, einrichten lässt.

     
1935  

Auf dem Salon d’Automne ist ein runder Esstisch mit einem Fußgestell aus verchromtem Metall zu sehen.
Aufträge kommen unter anderem von Doktor Steiner in Genf, Harry Baur, Madame de Valbreuze und Monsieur Zustrassen.
Für das Kreuzfahrtschiff Normandie entwirft er das Luxusappartement Trouville und weitere Kabinen.

     
1936  

Monsieur des Rotours gibt zwanzig Möbel in Auftrag; das Außenministerium ein Büro und eine Bibliothek; die Societé des Nations in Genf den Französischen Salon, der heute noch erhalten ist.
Ungewöhnlich ist der Auftrag für das Sanatorium Martel de Janville. Jedes Zimmer, bestehend aus Bett, Schreibtisch, Bürostuhl und Sessel darf nur 1700 FF kosten. Leleu entwirft Möbel aus lackiertem Blech, die bei Jean Prouvé hergestellt werden.

     
1937  

Auf dem Salon des Artistes Décorateurs sieht man ein Speisezimmer in Orange- und Beigetönen mit dem großen Tisch No. 2648, die Platte besteht aus graviertem Glas. Einrichtung eines Büros für Madame Vigneron (Mutter von Michel Foulon, dem Gründer der Bücherei Hatier).

     
1938  

Weitere Möbel für Harry Baur. Ein Büro für den Rektor der Universität Sorbonne. Einrichtungen für das Zahninstitut in Paris, die Präfektur der Basse-Pyrénés und die Compagnie Sud-Atlantic. Besondere
Möbelentwürfe in diesem Jahr sind eine Kommode in Galuchat Nr. 2866, ein höhenverstellbarer Tisch Nr. 2855 und die Kommode Feuerwerk aus Makassar. Deren Türen sind mit einer Marqueterie aus Ebenholz und Perlmutt aus 2400 Einzelteilen verziert, hergestellt von Messager, den André Leleu den größten Marqueterie-Künstler aller Zeiten nennt.

     
1939  

Zur Weltausstellung nach New York schickt Leleu einen großen Tisch, ein Schränkchen Nr. 2873 und eine Kommode Nr. 2866 in Pergament. Für die türkische Botschaft entwirft er einen Schreibtisch in Palisander Nr. 2975, eine Bibliothek, und einen Diwan. Die Compagnie des Phosphates de Constantine erhält einen Schreibtisch Nr. 2979.

     
1940  

André und Jean werden zur Luftwaffe eingezogen, Jules mit 57 Jahren Kommandant einer Einheit, die Regierungsmitglieder transportiert. Während der Kriegszeit organisiert Leleu in seinem Haus regelmäßige Treffen zum Gedankenaustausch für Dekorateure. Daran nehmen unter anderem Andre Arbus, Jacques Adnet, André Domin (Dominique) und Jean Pascaud teil, Eugene Printz muss untertauchen.

     
1941  

Trotz des Krieges kommen Aufträge von Monsieur Chignol, Monsieur Bancilhon und dem Direktor der Pariser Oper.

     
1942  

Einrichtung der Firmenräume und des Privathauses des Pelzfabrikanten Lardillat. Ein Kindergarten für die Stadt Boulogne-sur-Seine.

     
1943  

Madame Subes, Monsieur Aubant, Madame Lacloche und Monsieur Robert erteilen Aufträge.

     
1944  

Leleu Paris und Leleu Boulogne werden als zwei getrennte Unternehmen weitergeführt. Jules Schwägerin führt den Betrieb in Boulogne bis zu Ihrem Tod 1971. Jules Leleu entwirft weitere Möbel für den Direktor der Oper von Paris, den Schuhfabrikanten Vatin und für Monsieur Liebart. Die Werkstätten in Boulogne werden zerstört.

     
1945  

Marcel Leleu stirbt. Das Unternehmen in Paris heißt jetzt Société J. Leleu et Cie. Auftrag für ein Büro im Regierungsrat.

     
1946   Aufträge für die Kunden Bancilhon, Verin, Barokel, Rosenthalis, Lardillat, Nader.
Leleu organisiert jedes Jahr im Juni eine Hausausstellung mit einem bestimmten Thema und präsentiert dort die neuesten Entwürfe: Möbel, Teppiche, Lampen. In diesem Zusammenhang werden auch Werke von Jean Luce, Puiforcat, Baccarat, Gernez, Mayodon, Decoeur, Pompon, Petersen, Picart-le-Doux, Lurcat, Decorchement, Lenoble und Dunand gezeigt.
Viele dieser Künstler sind persönliche Freunde der Familie Leleu. Die Ausstellungsthemen sind z.B. Asien (1948), Sudanesische Skulpturen (1950), die Kunst und die Blumen (1951), bemalte Möbel (1954), Japan (1958).
     
1947   Jean Leleu, der zweite Sohn tritt in die Firma ein. Da jetzt der Vater, zwei Söhne und eine Tochter das Familienunternehmen führen, lautet der Name Jules Leleu GmbH. Aufträge kommen in diesem Jahr von Monsieur Zustrassen, Monsieur Azéma, dem französischen Staatspräsidenten Vincent Auriol (ein Speise-zimmer) und Monsieur Donieb de Loulay (die Kommode Feuerwerk und zwei Kommoden in Galuchat nach einem Modell von 1938).
     
1948   Das Kreuzfahrtschiff Ile de France von 1927 wurde komplett renoviert und erneut vom Stapel gelassen. Leleu steuert den Salon der 1. Klasse, den Bridgeraum, den Lesesaal und das Luxusappartement Versailles bei.
Weitere Schiffe, die Leleu dekoriert sind La Baise, Felix Roussel, La Marseillaise (1949), Liberté, Général Leclerc (1950), Maréchal Joffre (1951), Tahitien, Pierre Loti, Cambodge, Charles Tellier (1952), Flandre, Antilles (1953); insgesamt ca. 25 Schiffe der unterschiedlichsten Gattungen. Leleu eröffnet mit der Glasmanu-faktur Baccarat und dem Stoffhersteller Porthault ein gemeinsames Geschäft in New York.
     
1949   Baccarat gibt zwei Tische in Auftrag.
     
1950   Neue Kunden aus New York sind Monsieur Frisch und Monsieur Sabet. Während der 1950er Jahre dekoriert Leleu zahlreiche französische Botschaften z.B. in Japan, Israel, Türkei, Holland, Kanada.
     
1951   Aufträge von Monsieur Xylas, Monsieur Fagado, Madame Douzille und nach 28 Jahren erneut von Monsieur Zaldumbide.
     
1952   Kunden sind die Herren Guédon, Angenieux, Jutheau, Lespinasse.
     
1953   Leleu liefert einen Tisch und eine Anrichte für Prinz Bu-Loc. Neue Aufträge von den alten Kunden Caillard, Renaudin, Boyer, Chatignoux, Troudet.
     
1954   Einrichtung für die Bücherei Hatier (Michel Foulon), den Eisenbahnwaggon für Staatspräsident René Coty und für Monsieur Derveaux für den Leleu zwei Schränkchen in Schildpatt anfertigt.
     
1955   Einrichtung von zwei Appartements (eins davon 300m2 groß) und ein Büro für M. Frilet, eine Bibliothek für Madame Jutheau, Möbel für die Herren Trondet, Bongard, Boyer, Renoudin, Massan, Vatin, Demarne.
     
1956   Leleu verwendet für seine Möbel jetzt häufig Metallgestelle und -füße. Die Bücherei Hatier läßt ihr Geschäft neu dekorieren. Möbelentwürfe für Monsieur Shouela-Ravas in Montreal und die Kunden Fernet, Mugnier, Charlet, Edron, Schlosser.
     
1957   Mehrere Privaträume und Büros für Monsieur Guédon, den Präsidenten der Laboratorien Roussel. Ein südamerikanischer Industrieller kauft die Villa Médy Roc in Cap d’Antibes an der Côte d’Azur, Leleu richtet sie komplett ein.
     
1958   Entwurf eines Schreibtisches für Monsieur Clapin mit Metalluntergestell und eines Schlafzimmers für Monsieur Henri Roussel. Die Erdölgesellschaft MAREP läßt ihren Firmensitz einrichten.
     
1959   Leleu liefert Möbel für die Familien Hersant, Lindemann, Frish, Olaizola, Cahané, den Comte de Dampierre und für ein ganzes Appartement von Monsieur Kozik.
     
1960   Möbel für Monsieur Derval, den Direktor der Folies Bergères. Mehrere Räume für den tunesischen Staatspräsidenten Habib Bourguiba in Tunis (Stilmöbel und Möbel in Galuchat). Verschiedene Möbel für die Familien Charlet, Citron in New York, Eyselé, Frilet, Hetzel, Levaux, Woog in Genf. Leleu richtet jetzt viele Büros von großen Firmen ein.
     
1961  

Leleu richtet die Villa für den Sohn von Habib Bourguiba in Skanes ein. Er liefert zwölf Möbel für Monsieur Sabet in Genf.
Weitere Aufträge von alten Kunden wie Lespinasse, Frilet, Hersant, Charlet, Renaudin, Vatin.
Jules Leleu wird im Juli auf einem Fußgängerüberweg von einem Auto angefahren und stirbt an den Folgen des Unfalls..

     
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